Gösting

Gösting: Mystische Ruine & Panoramablick am Jungfernsprung

Einwohner: 

11.129* 

Größe: 

10,83 Quadratkilometer* 

Gegründet wurde das Dorf Gösting bereits 1138, das bis ins 15. Jahrhundert aus Bauernhöfen und Handwerksbetrieben sowie Müllern bestand (daher auch heute noch als „Müllerviertel“ bezeichnet).  

Im 18. Jahrhundert wurden Burg und Herrschaftsgebiet von den Grafen Attems gekauft, wobei die Burg 1723 durch einen Brand völlig zerstört wurde und danach verfiel. 

 

Zwischen 1850 und 1938 war Gösting eine eigene Gemeinde, 1931 erhielt es das Marktrecht und seit 1938 gehört es zur Landeshauptstadt Graz. Seit 1946 ist es als 13. Bezirk anerkannt, zu dem auch die heutige Siedlung „Raach“ gehört (auf ehemaligen Weideflächen gegründet). Der Name Gösting kommt erneut aus dem Slawischen, entweder von gostinca – was „Herberge“ heißt oder von gozd – was „Bergwald“ bedeutet. 

 

Im Nordwesten der Inneren Stadt gelegen – zwischen Mur und dem Höhenzug nördlich des Plabutsch – ragt die Burgruine Gösting empor. Ein Anziehungspunkt für viele Grazerinnen und Grazer als Ausflugsziel sowie für Touristen eine Sehenswürdigkeit aus längst vergangenen Tagen. Ihre Entstehungszeit geht auf vor 1042 zurück und die Aussicht ist überwältigend. Über das gesamte Grazer Becken sowie das oststeirische Hügelland kann geblickt werden. In der Ruine selbst ist ein kleines Museum und eine Taverne vorzufinden. 

 

Historisch wichtig ist auch der dort ansässige Jungfernsprung, von dem das Panorama besonders beeindruckend ist. Der Name geht auf eine Sage zurück, die jedoch angezweifelt wird. Eine der Töchter des Burgherrn „Wulfling“ soll sich von dort hinabgestürzt haben, nachdem ihr Liebster bei einem Schwertkampf um ihre Gunst tödlich verunglückte.  

 

Wie auch immer die Geschichte vor sich ging, jetzt ist vor allem die Naturschönheit sowie die Blumenvielfalt vor Ort zu bewundern. Nicht zuletzt deshalb befinden sich die Flanken des Jungfernsprungs unter Naturschutz. Weiters befinden sich große Waldflächen am Ruinenberg sowie am Plabutsch (Nordeinfahrt des Plabutschertunnels ist in Gösting). 

 

Weiters sehenswert ist das Schloss Gösting, das sich in Privatbesitz befindet, sowie das Plabutscherschlössl. Entlang des Grazer Frachtenbahnhofs haben sich einige Industriebetriebe angesiedelt. Dazu befindet sich die Höhere Technische Bundesbildungsanstalt BULME seit 1920 im Bezirk. 

 

An den Berghängen wird seit Jahrhunderten bis heute immer wieder Wein angebaut, bis zum 21. Jahrhundert wurde sogar Sekt von der Sektkellerei Kleinoscheg hergestellt.  

 

Gut an den innerstädtischen Verkehr angebunden kann man auch ohne Auto gut nach Gösting gelangen und herrliche Ausflüge machen, bei denen man sich die mystische Geschichte des Bezirks einverleiben kann. 

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